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Das evangelische Hospital für palliative Medizin

Das Evangelische Hospital für palliative Medizin ist ein Fachkrankenhaus für Schwerstkranke (in der Regel Tumor- oder AIDS-Erkrankungen). Da der Wunsch, zu Hause zu sterben, nicht immer erfüllbar ist, soll dieses Hospital Raum zu einem lebenswerten "Leben bis zuletzt" und zu einem Sterben aus dem Geist christlich humanitärer Wertschätzung schaffen. Das Haus fühlt sich mit seinem Anliegen den Gedanken der "Hospizbewegung" verbunden, Sterbende seelsorgerlich zu begleiten und schmerzlindernd zu pflegen. Wenn keine Möglichkeit einer Heilung mehr besteht, konzentriert sich die palliative Medizin auf die Symptomkontrolle und die Linderung der Symptome (Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Atemnot u.a.). Dies schließt jede aktive Forderung des Sterbeprozesses aus.

WAS IST PALLIATIV-MEDIZIN?

Palliativmedizin umhüllt und schützt den Patienten (das lateinische Wort Pallium bedeutet „Mantel“). Die "European Association of Palliative Care" definiert Palliativmedizin folgendermaßen: „Palliativmedizin ist die angemessene medizinische Versorgung von Patienten mit fortgeschrittenen und progredienten [fortschreitenden] Erkrankungen, bei denen die Behandlung auf die Lebensqualität zentriert ist ... Palliativmedizin schließt die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Familie vor und nach dem Tod des Patienten mit ein.“

WER KANN ZU UNS KOMMEN?

Unser Hospital konzentriert sich auf Krebs- und AIDS-Patienten. Voraussetzung für die Aufnahme ist die Krankenhausbehandlungsbedürftigkeit. Die Einweisung erfolgt über die Hausärzte oder die behandelnden Krankenhausärzte. Die Kosten für die Leistungen des Hospitals werden von den Krankenkassen übernommen. Patienten können nach einer Behandlung in unserem Hospital wieder nach Hause zurückkehren oder in einem Pflegeheim aufgenommen werden. Das Haus steht auch Patienten, die außerhalb Frankfurts wohnen, offen. Ebenso spielt die Zugehörigkeit zu einer Konfession bei der Aufnahme keine Rolle.

WAS IST GANZHEITLICHE BETREUUNG?

Wir betrachten den Menschen als GANZES und richten unser Augenmerk nicht nur auf die Versorgung einzelner Symptome. Patienten müssen in dieser für sie schweren Zeit als eigenständige Personen behandelt werden – als Menschen mit vielfältigen Bedürfnissen, einem bestimmten Lebensrhythmus, dem Wunsch nach sozialen Kontakten. Die Einbindung der Angehörigen ist hierbei ein wichtiger Aspekt. Zur ganzheitlichen Betreuung – auch bis zuletzt – gehören bei uns:
• die umfassende pflegerische Zuwendung durch das Pflegepersonal
• nach Möglichkeit die Zubereitung von Mahlzeiten nach Wunsch durch die Hauswirtschafterinnen
• das Eingehen auf die Wünsche und Bedürfnisse des Patienten in Bezug auf seinen gewohnten Lebensrhythmus
• das Einbeziehen der Angehörigen in die Betreuung (im Einzelfall ist auch eine Übernachtung möglich)
• die seelsorgerische Begleitung der Kranken und ihrer Angehörigen
• die soziale Beratung und Hilfestellung bei sozialrechtlichen Fragen, die Vermittlung von ambulanten Hilfen bei Entlassung und die Organisation der Verlegung in ein Pflegeheim
• das Engagement ehrenamtlich Mitarbeitender bei Begleitung und Unterstützung von Patienten

WER VERSORGT DIE PATIENTEN?

Zum professionellen Team unseres Hospitals gehören Ärzte, Pflegekräfte, ein Pfarrer, eine Sozialarbeiterin, ein Physiotherapeut, eine Kunst-und eine Musiktherapeutin, Hauswirtschafterinnen und eine Verwaltungsangestellte sowie eine Reihe ehrenamtlich Mitarbeitender.